OLDENBURG/APEN. Bürgermeister Matthias Huber und Erster Gemeinderat Henning Jürgens haben einen Antrag auf Verlängerung des Förderzeitraums für die Dorfentwicklung der Region Apen beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ArL) an den Landesbeauftragten Herrn Nikolaus Jansen übergeben.
Die Gemeinde Apen bittet darin um die Fortführung der Dorfentwicklung Apen und damit des Förderprogramms über den 31. Dezember 2027 hinaus. Hintergrund ist die äußerst positive Entwicklung der vergangenen Jahre sowie die weiterhin hohe Nachfrage nach Fördermitteln.
„Seit der Plananerkennung im Jahr 2017 hat sich die Dorfentwicklung in der Dorfregion Apen als erfolgreiches Instrument zur Stärkung des ländlichen Raums erwiesen. Zahlreiche öffentliche Projekte konnten umgesetzt werden und kommen der Allgemeinheit zugute. Gleichzeitig haben auch private Maßnahmen – neben der Aufwertung von Immobilien – maßgeblich zum Erhalt ortsbildprägender Bausubstanz und zur Stärkung der Identifikation mit der Gemeinde beigetragen.“ erklärt Bürgermeister Matthias Huber.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die
Unterstützung von Vereinen. Durch die Förderung ehrenamtlicher Strukturen
konnten Treffpunkte erhalten und neu geschaffen werden. Diese Orte sind
insbesondere im ländlichen Raum von großer Bedeutung für Begegnung, Gemeinschaft
und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Auch die vergleichsweise unkomplizierte Antragstellung sowie die effiziente Abwicklung des Förderverfahrens tragen wesentlich zur hohen Akzeptanz und zum Erfolg des Programms bei.
Erfolge im Überblick:
- Seit 2017 wurden alle acht von
der Gemeinde Apen eingereichten Projekte bewilligt (u. a. Lieblingsorte,
Mitfahrerbänke, Willkommensbeschilderung, Vellage-Brücke, Ripken-Brücke,
Zuwegung Familienzentrum, Grüne Straße, Forum Apen).
- Öffentliche Projekte erhielten
Fördermittel in Höhe von 2,07 Millionen Euro und lösten ein
Investitionsvolumen von 4,39 Millionen Euro aus.
- Von 72 privaten Anträgen bis
2024 wurden 37 bewilligt. Mit einer Fördersumme von 2,12 Millionen Euro
wurde ein Investitionsvolumen von 5,88 Millionen Euro ermöglicht.
- Insgesamt wurden Investitionen von über 10 Millionen Euro angestoßen, von denen auch die regionale Wirtschaft erheblich profitierte.
„Die anhaltend hohe Nachfrage unterstreicht die Bedeutung des Programms. Zum letzten Stichtag wurden neben sechs privaten Anträgen auch vier Anträge von gemeinnützigen Vereinen eingereicht. Für diese Projekte bestehen gute Aussichten auf Bewilligung.“ erläuterte Erster Gemeinderat Henning Jürgens bei dem Ortstermin in Oldenburg.
Auch künftig ist das Interesse groß. Bereits jetzt stehen weitere private Vorhaben für kommende Antragsrunden bereit. Parallel dazu arbeitet die Gemeinde an der Umsetzung des geförderten Projekts „Forum Apen“.
Die Vielzahl an Projektideen zeigt zudem, dass zentrale Ziele des Dorfentwicklungs-plans noch nicht vollständig erreicht sind. Dazu zählen insbesondere die nachhaltige Gestaltung und Weiterentwicklung des Lebensumfelds durch bedarfsgerechte Angebote, die Stärkung bestehender Strukturen sowie die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen.
Die erfolgreiche Entwicklung der Dorfregion Apen basiert nicht zuletzt auf der engen und konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems. Diese Partnerschaft möchte die Gemeinde auch in Zukunft fortführen.
Die Gemeinde Apen beantrag daher die Verlängerung des Förderzeitraums.
Der Vertreter des ArL, Landesbeauftragter Nikolaus Jansen sicherte zu, die Antragsverlängerung wohlwollend im Hause prüfen zu lassen, da Apen in den vergangenen Jahren in vorbildlicher Weise den Prozess und die Förderungen umgesetzt habe. Die letzte Entscheidung dazu wird in den nächsten Monaten das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz treffen.
„Nun heißt es Daumendrücken!“ so
Bürgermeister Huber.
Bild v.l.n.r.: Erster Gemeinderat Henning Jürgens,
Bürgermeister Matthias Huber, Landesbeauftragten
Nikolaus Jansen (ArL), Wiebke Pietrzik (ArL), Sönke Stender
(Dezernatsteilleitung ArL)
GEMEINDE APEN. In den vergangenen Tagen haben das Rathaus der Gemeinde Apen vermehrt Meldungen erreicht, dass die aktuellen Abgabenbescheide viele Haushalte bisher nicht erreicht haben. Betroffen sind nach aktuellem Kenntnisstand insbesondere die Ortsteile Godensholt, Nordloh und Tange.
Besonders dringlich ist die Situation aufgrund der darin enthaltenen Abfallgebührenmarken. Diese müssen zwingend bis zum 31. März 2026 auf den entsprechenden Abfalltonnen angebracht sein, um eine reibungslose Entsorgung zu gewährleisten.
Hinweis für Mieter und Vermieter
Die Gemeinde Apen verschickt die Bescheide
direkt an die Eigentümer der Immobilien. Sollten Sie daher Mieter einer
Immobilie sein, bitten wir Sie, zunächst kurz bei ihren Vermietern
nachzufragen, ob der Bescheid dort eingegangen ist und eventuell noch nicht
weitergereicht wurde.
Unbürokratische Hilfe im Rathaus
Sollte der Bescheid inklusive der Marke
tatsächlich auf dem Postweg verloren gegangen sein, sorgt die Gemeinde für
schnellen Ersatz. Bürgerinnen und Bürger, die bisher keinen Bescheid erhalten
haben, werden gebeten, sich zeitnah im Rathaus zu melden. Sie erreichen das
Bürgerbüro telefonisch unter 04489-730, per Mail unter gemeinde@apen.de und natürlich persönlich im
Rathaus der Gemeinde Apen.
Nach der Meldung wird umgehend eine neue
Abfallgebührenmarke auf den Weg gebracht, damit alle Tonnen rechtzeitig für den
Stichtag Ende März gerüstet sind.
LANDKREIS AMMERLAND. Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März haben sich die Gleichstellungsbeauftragten der kreisangehörigen Stadt Westerstede und der Gemeinden mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Ammerland zu einem konstruktiven Arbeits- und Fachaustausch getroffen. Im Mittelpunkt standen die strategische Planung für das begonnene Jahr sowie aktuelle Themen der Gleichstellungsarbeit. Dabei wurden gemeinsame Schwerpunkte herausgearbeitet und nächste Schritte abgestimmt.
„Die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde- und
Landkreisebene ist für alle ein Gewinn. Wir sind ein starkes Netzwerk. Durch
regelmäßige Treffen nutzen wir Synergien, vermeiden Doppelstrukturen und
unterstützen uns bei komplexen Themen fachlich wie organisatorisch“, erklärte
Julia Thieme, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Ammerland und
Gastgeberin des Treffens. „Gerade rund um den Internationalen Frauentag
bekräftigen wir unser gemeinsames Ziel, die Gleichstellung von Frauen und
Männern im Landkreis Ammerland konsequent weiter voranzubringen.“ Der nächste
Austausch ist bereits in Planung.
Gemeinsames Ziel, unterschiedliche Wege
Die Gleichstellungsbeauftragten sind zentrale Akteurinnen für die Umsetzung des Gleichstellungsauftrages im gesamten Kreisgebiet. Ihre Aufgaben sind im Kern vergleichbar, setzen jedoch je nach Verwaltungsebene unterschiedliche Akzente.
Auf Gemeindeebene stehen die Gleichstellungsbeauftragten in engerem Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf dem Hinwirken auf Chancengleichheit innerhalb der jeweiligen Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Dazu greifen sie konkrete Anliegen auf und sensibilisieren die Verwaltung und die örtliche Gemeinschaft für Gleichstellungsthemen.
Die kommunale Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises übernimmt darüber hinaus die strategische Steuerung für das Kreisgebiet. Dazu zählen die Koordination kreisweiter Netzwerke, die Bearbeitung überörtlicher Fragestellungen sowie die Vernetzung mit landesweiten Stellen. Gleichzeitig begleitet sie – wie ihre Kolleginnen auf Gemeindeebene – Stellenbesetzungsverfahren in der Verwaltung und leistet Öffentlichkeitsarbeit zu Gleichstellungsthemen.
Bild v.l.n.r.: Julia Thieme (Landkreis Ammerland), Anke Wilken (Gemeinde Rastede), Sina Thyen (Gemeinde Apen), Kerstin Borm (Gemeinde Edewecht) und Lea Bausch (Stadt Westerstede). Es fehlen: Corinna Fischer (Gemeinde Wiefelstede) und Sabine Krüger (Gemeinde Bad Zwischenahn)
Uns stellt sich die
Frage, ob die Gemeinde für 2026 gut aufgestellt ist? Was wird das Jahr 2026 für
die Bevölkerung bringen?
BM Huber: Ich glaube, wir können auch in 2026 mit Kontinuität punkten, denn trotz der angespannten Haushaltslage der Städte- und Gemeinden wird in 2026 weiter in die Infrastruktur unserer Gemeinde investiert und die Lebens-qualität mit unseren Maßnahmen verbessert. Für die Folgen von Starkregen sanieren, unterhalten und prüfen wir für ca. 500.000 Euro erhebliche Anlagen. Wir bauen neue Leitungen und beugen damit einer möglichen Großschadenslage vor.
Der Betriebshof wird
ja ebenfalls mit ca. 2,9 Mio. Euro erneuert. Wann steht der Recycling-Hof auch
wieder für Strauch und Astwerk zur Verfügung?
BM Huber: Die Baumaßnahme mit zeitgemäßen Werkstätten und Räumlichkeiten für den Sanitärbereich werden bis in den Herbst dieses Jahres andauern. Ergänzend erhalten wir dort auch Stauflächen für Ausrüstungsgegenstände zur Gefahrenabwehr u.a. für Notstromaggregate uvm. Das Gebäude wird so erstellt, dass es im Ernstfall auch autark betrieben werden kann. Danach wollen wir den Recyclinghof im Eingangsbereich an der Burgstraße wieder neu vorhalten.
Nicht nur in Notlagen
ist die Kommunikation und die Information der Gemeinde für die Bevölkerung
wichtig. Wie bleibt die Gemeinde da am Ball?
BM Huber: Man hat
bestimmt schon vermehrt im letzten Jahr „neue“ Sirenentöne vernommen. Es wurden
alte Sirenen erneuert und neue installiert. Die Gemeinde schaltet bei jedem
Feuerwehreinsatz, so wie früher einmal, die Sirenen. Wir verstehen diese
Maßnahme ebenfalls als Sensibilisierung für den Zivilschutz. Und im Alltag
liegen uns Infos für die Bevölkerung auch am Herzen. Wir möchten mit der
Versendung der Abgabenbescheide 2026 die Bevölkerung auf unseren Newsletter
aufmerksam machen. Wer dieses wöchentliche Medium abonniert, wird umfangreich
über das Gemeindeleben aus dem Rathaus informiert.
Wird die Gemeinde
andere Kanäle dann nicht mehr bedienen?
BM Huber. Doch, auf jeden Fall. Wir erstellen weiterhin Pressemitteilungen für das Apen-Journal, die NWZ, und das Magazin: Apen entdecken. Wir pflegen unsere Internetseite mit dem Amtsblatt der Gemeinde und sind intensiv bei Facebook & Instagram. Der Newsletter ist allerdings kompakter und zielgerichteter.
Prima. Wer also
informiert sein will, der kann es sein! - Was wird in den nächsten Monaten in
der Gemeinde umgesetzt?
BM Huber: Wir werden mit der umfangreichen Vorplanung Sporthalle Apen beginnen und bei dem Schul-umbau und der Sanierung der Aper Schule wird auch die Mensa und das Apen-Forum entstehen. Eine Möglich-keit auch größere Gemeindeveranstaltungen mit moderner Technik, Bühne und Ausstattung ausrichten zu können. Der Bildungs- und Freizeitstandort wird damit mit ca. 11 Mio. Euro zukunftssicher gemacht.
Bezüglich der
Sportstätten geht es also in Apen voran. Wie steht es um die Sporthallen in
Augustfehn?
BM Huber: Gute Frage. Wir werden Maßnahmen für die IGS Sporthalle treffen und dort Sicherheitserneuerungen vornehmen. Dazu gehört die Erneuerung des Prallschutzes, die Fluchtwegtechnik, die Bühnenanlage und allgemeine Reparaturen. Bezüglich der Sporthalle in der Mühlenstraße konnte leider noch kein Geld für den Sanitärbereich und Umkleidekabinen vorgesehen werden. Wir wissen aber um den veralteten Zustand. Zum Glück sind die Hallen in Nordloh und Godensholt weitest-gehendes in Ordnung.
Wir denken, dass es
auch Bedarfe bei den anderen Sportstätten und den Fußballvereinen gibt. Hat die
Gemeinde dort etwas vor?
BM Huber: Uns ist bekannt, dass die einzige Leichtathletikanlage der Gemeinde bei der IGS lediglich Grundbedürfnisse erfüllt, allerdings können wir derzeit dort keine zeitgemäße Weiterentwicklung wie z.B. eine Tartanbahn in Aussicht stellen. Gerne würden wir auch den TUS Vorwärts Augustfehn bei der Sanierung der Sanitär- und Umkleideanlage unter die Arme greifen. Dafür müssen wir in den nächsten Jahren mit dem Verein Lösungen erarbeiten. Tolle gelungene Projekte, die auch mit Dorfentwicklungsgeldern des Landes profitiert haben, sind z.B. das Dörpshus zum Stahlwerk und das Haus des TV Apen. Dort hat man beim Festungsstadion eine gelungene Weiterentwicklung geschaffen.
Viele Investitionen in
der Vergangenheit lagen nicht im sportlichen Bereich oder der z.B. der Spielplatzstruktur.
Woran lag das?
BM Huber: Wir haben beim Sport schwerpunktmäßig den Schulsport als Pflichtaufgabe im Blick. Rat und Verwaltung sind stark mit der Erhaltung und dem Betrieb des Freibades Hengstforde eingebunden. Es ist kostenintensiv, dient dem Tourismus und ist letztlich eine aufwändige Sportstätte. Bei den weiteren sportlichen Aktivitäten der Gemeinde unterstützen wir die Vereine, soweit wie möglich. Dazu zählen die Kosten für die Rasenmäharbeiten der Dorf- und Fußballplätze, z.B. die Erneuerung der Flutlichtanlage des SV Gotano, die Sportgerätebeihilfe und die Bewirtschaftungskosten der Vereinsgebäude. Allerdings konnten wir bis dato keine Millionenbeträge zu „Totalerneuerungen“ beitragen, da Sport leider keine Pflichtaufgabe der Gemeinde ist.
Es freut uns
allerdings, dass Sie durchaus erkennen, dass in diesem Bereich Luft nach oben
ist.
BM Huber: Natürlich wäre eine große moderne Anlage wünschenswert. Wir möchten in unserer Gemeinde aber auch in mehreren Orten z.B. in Augustfehn II, Nordloh oder Godensholt etwas mit den aktiven Sportvereinen vorhalten. Das bedeutet natürlich, dass man bei mehreren Standorten auch nur kleinere Verbesserungen erreichen kann, denn die Geldmittel sind endlich. Ich darf aber betonen, dadurch wird überall eine super Arbeit im Ehrenamt, wohnortnah mit Identifikation fürs Dorf für Kinder- und Jugendliche vor-gehalten. So verstehen viele Menschen echten Breitensport.
Gute Ausführungen. Hat
das Zukunft?
BM Huber: Bis dato ist diese
Art des Miteinanders Konsens. Ich glaube aber, dass wir neben der Sanierung und
Instandsetzung der Schulsporthallen durchaus gemeinsam mit den Sport-vereinen
ausloten müssen, wie der Vereinssport mit den älteren Sportstätten
zukunftssicher gemacht werden kann. Gleiches gilt aber auch für
Spielplätze und Treffpunkte im öffentlichen Raum.
Für den Ort Apen darf ich noch berichten, dass wir mit Hilfe unseres Leader-Fehn-Programms, der Elternschaft unserer Schule Apen eine Mini-Soccer-Anlage in diesem Jahr erstellen werden.
Herr Bürgermeister am
13. September 2026 ist Kommunalwahl. Auch Apen wählt einen neuen Gemeinderat
und das Bürgermeisteramt wird neu vergeben. Wie bringen Sie das in
Einklang?
BM Huber: Ich sehe den Gemeinderat in der neuen Wahlperiode ab dem 1.11.2026 in der Pflicht das Thema Sportstätten und auch Kinderspielplätze in den Fokus zu nehmen, um dann mit den zuständigen Personen im Rathaus Lösungen zu erarbeiten.
Die Bevölkerung möchte
auch sehen, dass die Gemeinde etwas für schlechte Wege und Straßen unternimmt?
BM Huber: Sicherlich. Wir halten jährlich dafür 400.000 Euro vor und möchten 2026/2027 in Klauhörn für ca. eine Mio. Euro zur Instandsetzung des Wegenetzes aufwenden. Der Rat hat festgelegt, sich danach mit der Burgstraße in Hengstforde und der Kleinen Mühlenstraße in Apen zu befassen. Ich denke, der neue Gemeinderat ab November 2026 wird die Prioritäten dafür festlegen und den Umfang beraten müssen.
Die Gemeinde hat nun eine Klimaschutz-Managerin. Erhält Apen nun ein Klimaschutzkonzept?
BM Huber: Ja, seit dem 01.09.2025 arbeiten wir an einem Klimaschutzkonzept und wir werden auch bis zum Juni 2028 eine kommunale Wämeplanung beschließen. Zum Letzteren sind wir verpflichtet. Wir werden die Bevölkerung bei diesen Themen einbinden und auch Weichen für unsere Maßnahmen in den kommenden Jahren damit stellen. Dazu wird es in diesem Jahr auch Beteiligungsmodelle geben. Das Konzept betrifft neben den gemeindlichen Aufgaben auch private und gewerbliche Themen.
In den letzten Monaten war die Finanzlage von Städten und Gemeinden großes Thema. Die Klimaschutzmanagerin Kassandra Legatzki Gemeinde hat beschlossen, den Gewerbesteuerhebesatz von 380 Prozentpunkten auf 400 anzuheben. Halten Sie, Rat und Verwaltung auch Maß bei den Ausgaben?
BM Huber: Wir gehen
verantwortungs-voll mit unseren Geldmitteln und damit auch mit den Steuern
unserer Bevölkerung und den Betrieben um. Viele Dinge sind einfach nicht mehr
aufschiebbar oder gesetzliche Anforderungen machen sie notwendig. Die Gemeinde
muss im Wettbewerb mit Nachbargemeinden Schritt halten. Unsere Infrastruktur
muss zeitgemäß weiterentwickelt werden, denn nur so können wir die
Daseinsvorsorge halten und Investitionen der Privatwirtschaft einwerben.
Die Gemeinde
verschuldet sich erheblich. Es sollen bis 2029 ca. 20 Mio. Euro sein. Wie geht
die Gemeinde damit um?
BM Huber: So sind die
Planzahlen. Ich darf aber betonen, dass die Gelder nicht verbraucht, sondern in
Gebäude und Infrastruktur ausgegeben werden. Ca. 11 Mio. Euro alleine für das
Schul- und Sportzentrum von Apen. Allerdings ist in der nächsten Zeit kein Spielraum
mehr da, weitere Großprojekte anzugehen. Wir müssen nun diese Aufgaben erst
einmal abarbeiten und bis 2029 innehalten. Daher wurden auch bewusst die Themen
Janosch-Grundschule Augustfehn mit Bürger-schule und die Feuerwehrhäuser in
Godensholt und Nordloh-Tange oder neue Kitaplanungen zurückgestellt. Es bleibt
abzuwarten, zu wann wir ggf. mit welchen Fördergeldern diese Großprojekte
angehen können.
Sie erkennen also die
Bedarfe dort an, möchten allerdings dafür werben aufgrund des Finanzspielraumes
zunächst erst einmal das eingeplante abzuarbeiten bevor was Neues angestoßen
wird?
BM Huber: Richtig. Und wir wollen auch erst einmal die Früchte der nach-haltigen Investitionen der letzten Jahre ernten. Gewerbeflächen veräußern, Veräußerungen von Flächen auf dem Dockgelände oder Einnahmen durch Baugrundstücke regenerieren. Im Bereich der Wohnbauflächen verspüren wir trotz der konjunkturellen Lage eine kontinuierliche Nachfrage. Zu nennen sind hier das Wohngebiet „Am Osterende“ von Peter Stock oder das NLG-Gebiet in Hengstforde-Augustfehn. Gemeindeeigene Grundstücke wurden sehr gut verkauft.
Die Gemeinde entwickelt sich schon Zusehens weiter. Zu nennen ist der neue Raiffeisenmarkt, ein neuer Combi-Markt oder ein großes Logistikunternehmen bei der Erweiterung des Wirtschaftsbogens an der A28.
BM Huber: Schön, dass man
diese Schritte anerkennt. Ich kann berichten, dass für 2026 ein neues großes
Geschäftshaus auf dem Dockgelände geplant ist. Im Sommer 2026 beginnen die
Bauarbeiten und der Investor wird damit auch der Polizei in Augustfehn ein
Domizil am Bahnhof ermöglichen. Das freut mich sehr. Eine große weitere Lebensmittelkette
hat Interesse, etwas auf dem Gelände zu verwirklichen. Unser Engagement für die
Orte trägt Früchte und lässt nach meinem Dafürhalten erkennen, dass wir auf
einem guten Weg sind.
Und lassen Sie mich zum
Abschluss auch sagen, dass wir neben den erheblichen Geldmitteln natürlich auch
das Miteinander und unser Ehrenamt im Blick haben werden. So wird sicherlich
ein Aper Brückenbauer 2025 verliehen, Vorschläge sind schon möglich und die
Gemeinde Apen wird den Startschuss des Stadtradelns für das Ammerland am Sonntag,
den 03.05.2026 bei der Hengstforder Mühle mit viel ehrenamtlichem Engagement
geben.
GEMEINDE APEN. Zu Beginn des neuen Jahres informiert
die Gemeinde Apen über die Entwicklung der kommunalen Gebühren und Abgaben.
Während bei der Grundsteuer Kontinuität gewahrt bleibt, machen externe Faktoren
und notwendige Investitionen Preisanpassungen bei der Wasserversorgung und
Abfallentsorgung unumgänglich.
Grundsteuer bleibt stabil
Die Grundsteuer
A und B bleibt im Jahr 2026 unverändert. Im Zuge der bundesweiten
Grundsteuerreform hatte die Gemeinde die Hebesätze zum 01.01.2025 auf 314 %
festgesetzt. Dieser Wert wird beibehalten, sodass für Immobilieneigentümer und
Landwirte in diesem Bereich Planungssicherheit besteht.
Anpassungen
beim Wasser und Abwasser (OOWV)
Seit Anfang
2025 liegt die Zuständigkeit für das Abwasser beim Oldenburgisch-Ostfriesischen
Wasserverband (OOWV). Um die Infrastruktur zukunftssicher zu machen und steigende
Betriebskosten aufzufangen, gelten ab dem 01.01.2026 neue Tarife:
- Abwasser: Die verbrauchsabhängige Gebühr
steigt von 3,08 € auf 3,51 € pro Kubikmeter. Zusätzlich wird eine
monatliche Grundgebühr in Höhe von 6,25 € erhoben.
- Trinkwasser: Auch hier steigen die Preise
moderat. Der Kubikmeterpreis liegt nun bei 1,70 € (zuvor 1,56 €).
Der monatliche Grundpreis für einen Standardzähler beträgt künftig 8,66
€.
Diese
Erhöhungen begründet der OOWV vor allem mit massiven Investitionen in das
Leitungsnetz und die Versorgungssicherheit.
Bei Fragen rund
um Wasser und Abwasser bittet die Gemeinde Apen, sich direkt an den OOWV zu
wenden (Tel.: 04401 916-0, E-Mail: kundenservice@oowv.de. Das Bürgerbüro ist hierfür nicht mehr
zuständig und kann leider keine Auskünfte erteilen.
Neue
Gebühren für die Abfallentsorgung
Nach drei
Jahren stabiler Preise passt der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises
Ammerland die Gebühren an. Für den klassischen "Normalhaushalt" mit
60-Liter-Behältern (14-tägliche Leerung) ergeben sich folgende Änderungen:
- 60-Liter-Restmülltonne: Die Jahresgebühr steigt um 4,80 €
auf insgesamt 74,16 €.
- 60-Liter-Biotonne: Hier erhöht sich der Betrag um
2,52 € auf jährlich 38,04 €.
- Beistellsäcke: Wer zusätzliche Säcke benötigt,
zahlt nun 6,00 € für Restabfall und 4,00 € für Gartenabfall.
Weiterhin ist
zu beachten, dass das Bürgerbüro der Gemeinde Apen ab dem Jahr 2026 nicht mehr
als Verkaufsstelle für Beistellsäcke (Restmüll-, Biomüll- und Sperrmüllsäcke)
zur Verfügung steht. Die Beistellsäcke sind weiterhin beim Combi
Verbrauchermarkt Apen (ehm. Markant Stiekel) und dem Raiffeisenmarkt Apen
erhältlich.
Versand der
Grundabgabenbescheide
Die Gemeinde
Apen wird die neuen Grundabgabenbescheide ab der 5. Kalenderwoche
verschicken. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die darin aufgeführten
neuen Abschläge zu prüfen.
Hinweis für Zahler: Sofern der Gemeinde ein SEPA-Lastschriftmandat vorliegt, werden die neuen Beträge automatisch zu den jeweiligen Fälligkeitsterminen eingezogen. Eine manuelle Änderung der Daueraufträge durch die Bürger ist nur bei Selbstzahlern erforderlich.
Weiterführende
Informationen:
- OOWV (Wasser/Abwasser): www.oowv.de
- Abfallwirtschaft Ammerland: www.ammerland.de/awb
- SEPA-Lastschriftmandat: www.apen.de
Gemeinde Apen.
Die Folgen des Klimawandels bekommen wir hinsichtlich der Niederschläge auch in
der Gemeinde Apen zu spüren: auf der einen Seite sind da die
Starkregenereignisse, mit großen Wassermengen in sehr kurzer Zeit, die kaum
versickern bzw. abließen können, auf der anderen Seite bekommen wir immer
häufiger längere Trockenperioden, in denen wir sorgsam mit dem kostbaren Gut
Wasser umgehen müssen.
Der Landkreis
Ammerland begegnet diesem Dilemma mit einer eigenen Förderrichtlinie
Wassermanagement. Finanzielle Unterstützung erhält man, sehr unkompliziert, für
Regenwasserzisternen, Dachbegrünungen und Entsiegelungen auf privaten
Grundstücken.
Neben der
Förderrichtlinie und dem Förderantrag Wassermanagement findet man auf der
Homepage des Landkreises folgende Informationen:
„Die Förderung
erfolgt in einem einstufigen Verfahren. Sie stellen den Antrag mit allen
erforderlichen Unterlagen erst nach Beendigung Ihrer Maßnahme. Eine
Antragstellung vorab ist nicht notwendig und kann nicht bearbeitet werden. Es
erfolgt keine Bewilligung vorab.
Förderschwerpunkt
I: Regenwasserzisterne
- Regenwasserzisternen mit einem
Volumen von 2,00 bis 4,99 Kubikmetern werden mit 300 Euro bezuschusst.
- Ab einem Volumen von 5,00
Kubikmetern werden Regenwasserzisternen mit 600 Euro bezuschusst.
Förderschwerpunkt
II: Dachbegrünung
- Der Zuschuss beträgt 25 Prozent
der förderfähigen Kosten bis zu maximal 1.000 Euro pro Antrag.
- Die Größe der zu begrünenden
Dachfläche muss mindestens 20 Quadratmeter betragen.
Förderschwerpunkt
III: Entsiegelung
- Der Zuschuss beträgt 25 Prozent
der förderfähigen Kosten bis zu maximal 1.000 Euro pro Antrag.
- Die Größe der zu entsiegelnden
Fläche muss mindestens 20 Quadratmeter betragen.“
Haben Sie
Interesse? Dann schauen Sie auf die Homepage https://www.ammerland.de/Aktuelles/Topthemen/Klimaschutz/index.php?object=tx%7c2843.5&ModID=7&FID=2843.45045.1&NavID=2843.330.1&La=1 oder sprechen Sie Elisabeth Wagener,
Klimaschutzmanagerin des Landkreises, an (04488 56-2601 oder E.Wagener@ammerland.de)
Kümmern Sie
sich. Noch ist Geld im Fördertopf!
175 Jahre Augustfehn mit polnischen Freunden gefeiert!
GEMEINDE APEN. Anlässlich der 175-Jahr-Feier in Augustfehn hat die Delegation der polnischen Partnergemeinde Gizalki dem Ortsverein Augustfehn und der Gemeinde Apen ein besonderes Geschenk überreicht: ein kunstvoll gestaltetes, stilisiertes Kranichpaar samt Infotafel. Das symbolträchtige Ensemble steht für Freundschaft, Verbundenheit und den fortwährenden Austausch zwischen den beiden Gemeinden.
In enger Abstimmung mit dem Eigentümer Dieter Börjes hat das Kunstwerk nun einen dauerhaften Platz gefunden. Es begrüßt Besucherinnen und Besucher im Eingangsbereich des Restaurants „Eisenhütte“ und erinnert dort sichtbar an die gemeinsame Jubiläumsfeier.
Die Gemeinde und der Partnerschaftsverein bedanken sich herzlich für die wertvolle Geste aus Gizałki. Das Kranich-Ensemble sei nicht nur ein ästhetischer Blickfang, sondern auch ein Zeichen gelebter Partnerschaft und einer langjährigen, freundschaftlichen Verbindung.
Eine schöne Erinnerung an eine schöne Feier – und ein Symbol für die Zukunft der deutsch-polnischen Zusammenarbeit.
Bild: v.l.n.r.: Bürgermeister Matthias Huber, Hans-Jürgen Janssen (Vorsitzender des Vereins zur Förderung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden Apen und Gizalki e.V.), Monika Bischof-Baginska (2. Vorsitzende), Harald Droste (Schriftführer und Kassenwart), Dieter Börjes (Eigentümer der Eisenhütte Augustfehn) und Manfred Schedemann (3. Vorsitzender)








