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18. Business-Netzwerk-Treffen in der Gemeinde Apen: „Deich-Talk" an der Heeren-Wehren-Brücke - OPEN AIR

Klimaschutz und Wirtschaft - „Voran oder hinten dran!"

GEMEINDE APEN. Die Gemeinde Apen lud am 23. September 2026 zum 18. Business-Netzwerk-Treffen ein. Das Business-Netzwerk hat sich inzwischen als fester Bestandteil der Aper Wirtschaft etabliert und bietet eine wichtige Plattform für den regelmäßigen Austausch zwischen Verwaltung und Unternehmen.

Klimaschutzmanagerin Kassandra Legatzki und Wirtschaftsförderer Henning Jürgens von der Gemeinde Apen gestalteten gemeinsam mit der Energie.Klima.Plan GmbH das Business-Treffen unter freiem Himmel. Rund 30 Unternehmerinnen und Unternehmer folgten der Einladung und freuten sich auf den Austausch zum Thema Klima und Wirtschaft.

Zu Beginn begrüßte Bürgermeister Matthias Huber alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Anschließend übergab er das Wort an Klimaschutzmanagerin Kassandra Legatzki. Sie berichtete, dass die Gemeinde bei der Erarbeitung des Klimaschutzkonzepts bereits weit vorangekommen sei. Dabei werden unter anderem die Entsiegelung von Flächen, die Steigerung der Energieeffizienz, die Nutzung erneuerbarer Energien sowie Fördermöglichkeiten behandelt. Für das gesamte Gemeindegebiet wurde eine sektorale Analyse durchgeführt. Sie untersuchte den Endenergieverbrauch und die daraus resultierenden Treibhausgasemissionen, um potenzielle Handlungsfelder für eine zukünftige Treibhausgasneutralität herauszuarbeiten.

In diesem Zusammenhang wurde dazu aufgerufen, sich aktiv an der Erstellung des Konzepts zu beteiligen und eigene Ideen über die Beteiligungskarte unter www.apen.de einzubringen.

Das Planungsbüro EKP, vertreten durch Redner Mike Voss, erläuterte anhand aktueller Entwicklungen und Rahmenbedingungen den Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Wirtschaft. Thematische Schwerpunkte waren insbesondere die durch den Klimawandel entstehenden Klimafolgekosten, die wirtschaftlichen Risiken durch Extremwetterereignisse - beispielhaft der niedrige Wasserpegel des Rheins infolge von Hitzewellen oder die Starkregenereignisse im Gemeindegebiet im Jahr 2024 - sowie die grundlegende Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.

Vorgestellt wurden außerdem Best-Practice-Beispiele von Unternehmen, die durch Energieeffizienzmaßnahmen erhebliche Kostensenkungen erzielen konnten. Dazu zählen etwa die Nutzung innerbetrieblicher Abwärme und der Einsatz von Infrarottechnologie zur Hallenheizung in der Metallindustrie, der Einbau einer Wärmepumpe und die Nutzung von PV-Anlagen zur Eigenstromversorgung sowie die Elektrifizierung des Fuhrparks. Die zentrale Botschaft lautete: „Nichtstun wird teurer als Handeln."

Um den Unternehmen zu verdeutlichen, dass nicht nur Erwartungen an die Wirtschaft gestellt werden, verwiesen Wirtschaftsförderer Henning Jürgens und Klimaschutzmanagerin Kassandra Legatzki auch auf laufende Projekte der Gemeinde Apen, die klimaschutzrelevante Aspekte berücksichtigen. Genannt wurden das Freibad mit seinen PV-Anlagen und der laufenden Analyse im Hinblick auf eine Pyrolyse sowie die Umgestaltung des Forums in Apen mit dem Einbau von Wärmepumpen. Ebenfalls erwähnt wurden die geplante Errichtung vertikaler PV-Module auf der Sporthalle und die Begrünung des Daches. Darüber hinaus wurde der sich in der Entwicklungsphase befindende Sanierungsfahrplan vorgestellt, der die Sanierung der gemeindlichen Liegenschaften strukturiert angeht.

Im anschließenden Business-Talk hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem leckeren Fischbrötchen Gelegenheit, den Austausch fortzusetzen. Dabei fanden die Sichtweisen, Herausforderungen und Erwartungen der Unternehmerinnen und Unternehmer Gehör.

Wichtige Themen waren die Auswirkungen steigender Energiekosten, bürokratische Auflagen, Herausforderungen bei der Klimaanpassung, Unterstützungsbedarfe sowie Chancen durch nachhaltige Entwicklung und Klimaschutzmaßnahmen. Mike Voss verwies auf die Klima- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN), die Beratungen zu diversen Förderprogrammen anbietet, sowie auf BAFA und KfW als klassische Anlaufstellen für Energieeffizienz- und Sanierungsmaßnahmen. Eine Zusammenstellung der einzelnen Förderprogramme ist auf der Homepage der Gemeinde unter Wohnen & Leben - Klimaschutz/Klimaanpassung - Förderung zu finden.

Zum Abschluss bedankte sich Bürgermeister Matthias Huber herzlich bei allen Mitwirkenden für ihr Engagement und die Gestaltung des Treffens. Der offene Austausch bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit, die Verbindung zwischen Klimaschutz und Wirtschaft aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und miteinander ins Gespräch zu kommen. Aufgrund eines Wetterumschwungs musste das Treffen jedoch frühzeitig beendet werden.

 

 

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