Dorfentwicklung Apen: Wir wollen weitermachen!
Ortsverein Augustfehn e.V. erhält für das Letas-Haus rund 100.000 €
Niedersächsische Ministerin Miriam Staudte
besucht Augustfehn und übergibt Förderbescheide für den ländlichen Raum.
Gemeinde Apen vorbildlich in der Dorfentwicklung
GEMEINDE APEN / AUGUSTFEHN I. Die Dorfentwicklung bleibt ein wichtiger Motor für die Zukunft ländlicher Regionen. Davon konnte sich die Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte, bei ihrem Besuch in Augustfehn persönlich überzeugen. Im Rahmen einer Bescheidübergabe des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) Weser-Ems wurden Fördermittel für Projekte in der gesamten Region vergeben – und die Gemeinde Apen stand dabei beispielhaft für die erfolgreiche Nutzung der Dorfentwicklungsförderung.
Als
Mitausrichter der Veranstaltung war der Ortsverein Augustfehn ausgewählt
worden. Der Verein hat bereits mehrfach erfolgreich Fördermittel eingeworben
und zeigt eindrucksvoll, wie durch ehrenamtliches Engagement und gezielte
Förderung nachhaltige Projekte für die Dorfgemeinschaft entstehen können.
Rund
60 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Vereinen, Behörden und der
Politik waren nach Augustfehn gekommen, als Ministerin Staudte an der Remise
des Letas-Hauses eintraf. Bürgermeister Matthias Huber begrüßte die Gäste und
unterstrich die große Bedeutung der Dorfentwicklungsförderung für die Gemeinde
Apen sowie für zahlreiche private und ehrenamtliche Initiativen. Zugleich
sprach er sich für eine Fortführung des erfolgreichen Förderprogramms aus: „Die
Dorfentwicklung hat in unserer Gemeinde viel bewegt. Damit diese positive
Entwicklung fortgesetzt werden kann, brauchen wir auch künftig verlässliche
Fördermöglichkeiten.“
Der
offizielle Teil der Veranstaltung fand anschließend im Peter-Suhrkamp-Foyer der
IGS Augustfehn statt. Nach Grußworten von Ministerin Miriam Staudte und dem
Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung, Nikolaus Jansen, führte
Sylvia Backers vom ArL Weser-Ems durch das Programm.
Im
Mittelpunkt stand zunächst die Vorstellung des Projektes „Umnutzung des
Stalltraktes des Letas-Hauses“. Die Vorsitzende des Ortsvereins Augustfehn,
Yvonne Möllmann-Hüsing, erläuterte die Planungen für den historischen
Gebäudeteil, der künftig als barrierefreier, multifunktionaler Treffpunkt für
Jung und Alt genutzt werden soll. Für die Umsetzung erhält der Ortsverein eine
Förderung in Höhe von 96.120 Euro. Ministerin Staudte und Landesbeauftragter
Jansen überreichten den entsprechenden Förderbescheid persönlich.
Insgesamt
stellte das Niedersächsische Ministerium Fördermittel von rund 2,3 Millionen
Euro für acht Projekte zur Dorfentwicklung und zur Stärkung des ländlichen
Raums bereit. Die Vorhaben reichen von der Umnutzung ortsbildprägender Gebäude
über die Gestaltung öffentlicher Plätze bis hin zu Maßnahmen zur Förderung von
Gemeinschaft, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit.
Ministerin
Miriam Staudte betonte die Bedeutung des Engagements vor Ort: „Die Projekte
zeigen eindrucksvoll, wie Einsatz, Ideenreichtum und Zusammenarbeit dazu
beitragen, dass sich der ländliche Raum in Niedersachsen stetig
weiterentwickelt. Der intensive Austausch vor Ort und die daraus entstehenden
Initiativen sind der Schlüssel für eine hohe Lebensqualität in unseren Dörfern
und Gemeinden.“
Zum
Abschluss der Veranstaltung überreichte Bürgermeister Huber der Ministerin
einen „Aper Spatzen“ als Erinnerung an ihren Besuch. Die inzwischen weithin
bekannten Skulpturen gehen auf das erste Dorfentwicklungsprojekt „Aper
Lieblingsorte“ zurück und sind heute im gesamten Gemeindegebiet zu finden.
Ministerin Staudte zeigte sich beeindruckt vom Engagement des Ortsvereins Augustfehn sowie von den bereits umgesetzten Maßnahmen rund um das Letas-Haus und das Peter-Suhrkamp-Foyer. Der Besuch machte deutlich: Die Dorfentwicklung schafft nicht nur neue Treffpunkte und Infrastruktur, sondern stärkt vor allem den Zusammenhalt in den Gemeinden – ein Ziel, das auch in Apen weiterhin mit Nachdruck verfolgt werden soll.
MdL Björn Meyer,
Klimaschutzbeauftragte Tomke Lange, Bürgermeister Matthias Huber, Ministerin
Miriam Staudte, Sylvia Backers (ArL Weser-Ems), Nikolaus Jansen (Landesbeauftragte
für regionale Landesentwicklung), Bernd-Thomas Scheiwe (Fraktionsvorsitzender
UWG), Erster Gemeinderat Henning Jürgens

Bescheidübergabe:
Nikolaus Jansen, Ministerin
Gemeinde
Apen beantragt Verlängerung der Dorfentwicklung über 2027 hinaus
„Dorfentwicklung – für unsere Gemeinde ein großer Erfolg!“ so Bürgermeister Matthias Huber
OLDENBURG/APEN. Bürgermeister Matthias Huber und Erster Gemeinderat Henning Jürgens haben einen Antrag auf Verlängerung des Förderzeitraums für die Dorfentwicklung der Region Apen beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ArL) an den Landesbeauftragten Herrn Nikolaus Jansen übergeben.
Die Gemeinde Apen bittet darin um die Fortführung der Dorfentwicklung Apen und damit des Förderprogramms über den 31. Dezember 2027 hinaus. Hintergrund ist die äußerst positive Entwicklung der vergangenen Jahre sowie die weiterhin hohe Nachfrage nach Fördermitteln.
„Seit der Plananerkennung im Jahr 2017 hat sich die Dorfentwicklung in der Dorfregion Apen als erfolgreiches Instrument zur Stärkung des ländlichen Raums erwiesen. Zahlreiche öffentliche Projekte konnten umgesetzt werden und kommen der Allgemeinheit zugute. Gleichzeitig haben auch private Maßnahmen – neben der Aufwertung von Immobilien – maßgeblich zum Erhalt ortsbildprägender Bausubstanz und zur Stärkung der Identifikation mit der Gemeinde beigetragen.“ erklärt Bürgermeister Matthias Huber.
Ein
weiterer wichtiger Baustein ist die Unterstützung von Vereinen. Durch die
Förderung ehrenamtlicher Strukturen konnten Treffpunkte erhalten und neu
geschaffen werden. Diese Orte sind insbesondere im ländlichen Raum von großer
Bedeutung für Begegnung, Gemeinschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Auch die vergleichsweise unkomplizierte Antragstellung sowie die effiziente Abwicklung des Förderverfahrens tragen wesentlich zur hohen Akzeptanz und zum Erfolg des Programms bei.
Erfolge
im Überblick:
- Seit
2017 wurden alle acht von der Gemeinde Apen eingereichten Projekte
bewilligt (u. a. Lieblingsorte, Mitfahrerbänke, Willkommensbeschilderung,
Vellage-Brücke, Ripken-Brücke, Zuwegung Familienzentrum, Grüne Straße,
Forum Apen).
- Öffentliche
Projekte erhielten Fördermittel in Höhe von 2,07 Millionen Euro und lösten
ein Investitionsvolumen von 4,39 Millionen Euro aus.
- Von
72 privaten Anträgen bis 2024 wurden 37 bewilligt. Mit einer Fördersumme
von 2,12 Millionen Euro wurde ein Investitionsvolumen von 5,88 Millionen
Euro ermöglicht.
- Insgesamt wurden Investitionen von über 10 Millionen Euro angestoßen, von denen auch die regionale Wirtschaft erheblich profitierte.
„Die anhaltend hohe Nachfrage unterstreicht die Bedeutung des Programms. Zum letzten Stichtag wurden neben sechs privaten Anträgen auch vier Anträge von gemeinnützigen Vereinen eingereicht. Für diese Projekte bestehen gute Aussichten auf Bewilligung.“ erläuterte Erster Gemeinderat Henning Jürgens bei dem Ortstermin in Oldenburg.
Auch künftig ist das Interesse groß. Bereits jetzt stehen weitere private Vorhaben für kommende Antragsrunden bereit. Parallel dazu arbeitet die Gemeinde an der Umsetzung des geförderten Projekts „Forum Apen“.
Die Vielzahl an Projektideen zeigt zudem, dass zentrale Ziele des Dorfentwicklungs-plans noch nicht vollständig erreicht sind. Dazu zählen insbesondere die nachhaltige Gestaltung und Weiterentwicklung des Lebensumfelds durch bedarfsgerechte Angebote, die Stärkung bestehender Strukturen sowie die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen.
Die erfolgreiche Entwicklung der Dorfregion Apen basiert nicht zuletzt auf der engen und konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems. Diese Partnerschaft möchte die Gemeinde auch in Zukunft fortführen.
Die Gemeinde Apen beantrag daher die Verlängerung des Förderzeitraums.
Der Vertreter des ArL, Landesbeauftragter Nikolaus Jansen sicherte zu, die Antragsverlängerung wohlwollend im Hause prüfen zu lassen, da Apen in den vergangenen Jahren in vorbildlicher Weise den Prozess und die Förderungen umgesetzt habe. Die letzte Entscheidung dazu wird in den nächsten Monaten das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz treffen.
„Nun
heißt es Daumendrücken!“ so Bürgermeister Huber.
Bild v.l.n.r.: Erster Gemeinderat Henning Jürgens, Bürgermeister Matthias Huber, Landesbeauftragten Nikolaus Jansen (ArL), Wiebke Pietrzik (ArL), Sönke Stender (Dezernatsteilleitung ArL)








